Die neue Aufgabe der Woche befindet sich in der Schweiz, genauer gesagt in Liestal bei Basel. Hier hat Noah Gass, Studierender des Grundschullehramts an der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz, die Aufgabe „Rathaus“ erstellt, zu welcher er im Folgenden einige Fragen beantwortet.

Wie sind Sie auf das MathCityMap-Projekt gestoßen?

Ich bin angehender Grundschullehrer der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz (Basel). In einem Mathematikseminar ist es Teil des Leistungsnachweises, einen solchen MathCityTrail zu erstellen. Es geht um die Verknüpfung von Mathematik und digitalen Medien.

Beschreiben Sie ihre Aufgabe. Wie kann diese gelöst werden?

Es geht in der Aufgabe darum, zu errechnen, wie viele Stunden das Rathaus pro Wochen geöffnet hat. Dieses hat, außer an zwei Tagen, immer andere Öffnungszeiten und die Herausforderung ist es, zuerst für jeden einzelnen Tag die Öffnungszeit zu errechnen. Manchmal hat es eine Mittagspause, manchmal nicht. Hat man die täglichen Öffnungszeiten herausgefunden, muss man diese noch korrekt zusammenzählen und dann sollte man das richtige Ergebnis haben.

Welche didaktischen Ziele verfolgen Sie mit der Aufgabenstellung? 

In dieser Aufgabe müssen die Kinder mit ganzen und halben Stunden rechnen, also Dezimalzahlen. Zudem ist die Uhr eine 24er Skala, jedoch sagt man in der Schweiz nicht 14-Uhr sondern 2-Uhr, was bedeutet, man muss anders rechnen, als man spricht. Also beispielsweise nicht von halb 8 bis 2, sondern von 7:30-14:00.

In der heutigen Aufgabe der Woche werden die römischen Zahlen genauer betrachtet, eine Schreibweise für die natürlichen Zahlen, die in der römischen Antike entstanden ist. Insbesondere an alten Gebäuden ist eine Kennzeichnung des Baujahres in römischen Zahlen üblich. Die Aufgabe befindet sich in der Wetzlarer Innenstadt und ist im Trail „Mathe in Wetzlar“ zu finden. Dort sind die römischen Zahlen in einen Spruch an einer Hausfassade eingearbeitet.


Aufgabe: Alte Münz (Aufgabennummer: 545)

In der Inschrift am Haus „Alte Münz“ (Eisenmarkt 9) sind einige Buchstaben auffallend groß geschrieben. Addiere die Werte der Buchstaben im römischen Zahlensystem.


Dabei müssen die SchülerInnen die größer geschriebenen römischen Zahlen erkennen und notieren, welche Zahl wie oft vorkommt. Anschließend werden die verschiedenen römischen Zahlen in die arabische Schreibweise übersetzt und addiert. Die römischen Zahlen als Schreibweise für die natürlichen Zahlen werden in der Regel in Klasse 5 erarbeitet und können ab diesem Zeitpunkt verwendet werden. Dabei stehen hier weniger die Rechenregeln mit römischen Zahlen im Vordergrund, als die Übersetzung von römischen und arabischen Zahlen.